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Geschenkkorb selber machen: Anleitung und Kosten

Hände wickeln ein Geschenk in braunes Packpapier, Sonnenlicht von der Seite

Wir sitzen zwischen Schwarzwald und Bodensee und packen mehrere Hundert Körbe im Jahr, und regelmäßig fragt jemand, ob er das nicht genauso gut selbst hinbekommt. Bekommt er. Es braucht kein Bastelmaterial aus dem Fachhandel und keine ruhige Hand, sondern eine Entscheidung über das Thema, ein Budget, das du vorher aufschreibst, und ungefähr zwei Stunden.

Für alle, die mehrere Körbe oder regelmäßig verschicken, lohnt sich ein Service wie unserer schnell. Für alle anderen: viel Spaß beim Lesen.

Was ein selbstgemachter Geschenkkorb kostet

Über den Preis steht in Anleitungen selten etwas, dabei entscheidet er, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Ein Weidenkorb in brauchbarer Größe kostet im Onlinehandel ab etwa 17 Euro, ein großer mit rund 48 mal 40 Zentimetern ab etwa 27 Euro. Dazu kommen Folie, Band und Karte. Unter 25 Euro kommst du bei einem einzelnen Korb kaum weg, und dann liegt noch nichts darin. Das liegt daran, dass du überall Einzelstückpreise zahlst: Holzwolle gibt es ab einem Kilo, Folie und Band als Rolle, und von allem brauchst du einen Bruchteil. Ein Kilo Holzwolle füllt über zwanzig Liter, also gut vier bis fünf Körbe.

Selbermachen spart bei einem einzelnen Korb also selten Geld.

Es lohnt sich trotzdem, weil du den Inhalt auf einen einzigen Menschen zuschneiden kannst und weil man einem selbst gepackten Korb ansieht, dass jemand sich Gedanken gemacht hat. Ab dem zweiten Korb aus denselben Materialien wird es dann auch rechnerisch günstiger.

25 €gehen für Korb, Folie, Band und Karte drauf, bevor irgendetwas darin liegt.

1.Thema festlegen

Fast jeder gelungene Korb hat ein Thema, und es ist die Entscheidung, die alle weiteren leichter macht. Entweder gibt der Anlass es vor, also Weihnachten, ein Einzug, eine Genesung. Oder der Mensch gibt es vor: die Person, die jeden Sonntag Pasta kocht, gerade ihren Garten anlegt oder seit Jahren dasselbe Gin-Regal pflegt. Das Zweite führt fast immer zum besseren Korb, weil er sich dann nicht mehr austauschen lässt.

Wenn du das Thema in drei Wörtern sagen kannst, taugt es. „Italienischer Abend“ taugt. „Etwas Schönes zum Geburtstag“ taugt nicht, weil es dich im Laden nicht leitet.

Brot, Käse, Aufschnitt und ein Korb mit Erdbeeren auf einem Holztisch, zu einem Thema zusammengestellt
Alles zu einem Thema auf dem Tisch, bevor es in den Korb geht.

2.Inhalt zusammenstellen

Für einen mittelgroßen Korb brauchst du fünf bis acht Artikel. Weniger wirkt dünn, mehr wirkt beliebig und passt oft schlicht nicht hinein. Gib ihnen unterschiedliche Größen, sonst sieht der Korb aus wie ein Regal: eine hohe Flasche, zwei bis drei mittlere Dinge, der Rest klein.

Schreib das Budget vorher auf. Ohne feste Zahl wird aus einem Korb für 40 Euro im Laden sehr zuverlässig einer für 70.

Und bleib beim Thema, auch wenn dich im Regal etwas anspringt. Ein Feinkostkorb verträgt keinen Badezusatz, so hübsch die Flasche auch ist.

Selbst eingekochte Marmeladen und Chutneys in Gläsern mit beschrifteten Deckeln
Eingekochtes hält im geschlossenen Glas, das Etikett gehört dazu.

Was sich selbst machen lässt, ohne dass es im Korb kippt

Selbstgemachtes wertet fast jeden Korb auf, weil es das einzige Teil ist, das niemand nachkaufen kann. Nimm dafür Dinge, die von sich aus haltbar sind, denn ein Geschenkkorb steht manchmal zwei Wochen herum, bevor er geöffnet wird. Eingekochtes hält im geschlossenen Glas problemlos, ebenso alles Trockene: Gewürzmischungen, Kräutersalz, Granola, Kekse in einer dichten Dose. Sirup und aromatisiertes Öl gehen auch. Alles Cremige und alles Frische lässt du weg, im Sommer auch Schokolade und Pralinen.

Füll heiße Gläser randvoll und verschließ sie sofort. Beim Abkühlen zieht sich ein Vakuum und der Deckel wölbt sich nach innen. Diese kleine Delle ist die Probe. Wölbt sich der Deckel nach oben, gehört das Glas nicht in den Korb.

Aufs Etikett gehört, was es ist, wann du es gemacht hast, bis wann es gut ist und was drin steckt. Vor allem das Letzte. Nüsse, Milch, Ei, Sellerie oder Senf stecken in vielen Rezepten, und wer den Korb bekommt, kann dich nicht mehr fragen. Handgeschrieben reicht und sieht ohnehin besser aus als gedruckt.

3.Korb oder Box wählen

Der Klassiker ist der Weidenkorb, aber der Behälter muss kein Korb sein. Eine Holzkiste, ein Emailletopf, eine Werkzeugkiste, ein Blumentopf: Alles, was zum Thema passt, wird selbst Teil des Geschenks. Kauf ihn erst, wenn der Inhalt beisammen ist. Stell die Artikel zu Hause auf den Tisch, miss die Grundfläche grob aus und rechne rundherum fünf Zentimeter dazu. Andersherum landest du entweder bei einem halbleeren Korb oder bei Artikeln, die nicht hineinpassen. Für Kinder halten Stoff und Kunststoff mehr aus als Holz. Und wenn der Korb verschickt wird, muss er in einen Karton passen, was flache und eckige Behälter im Vorteil lässt.

Gestapelte geflochtene Weidenkörbe in verschiedenen Größen
Erst den Inhalt sammeln, dann den Korb danach aussuchen.

4.Füllmaterial einbringen

Das Füllmaterial hebt die Artikel an, damit man sie von vorn sieht statt von oben, und hält sie an ihrem Platz.

Fülle den Boden fingerhoch, bei einem tiefen Korb zwei Finger hoch, und drück die Schicht fest an. Bleibt sie locker, sackt sie unter der ersten Flasche zusammen und die ganze Anordnung kippt.

Holzwolle hält am längsten und riecht neutral. Zerknülltes Seidenpapier wirkt feiner und passt zu Pflege und Kosmetik. Geschreddertes Papier kostet nichts, wenn du einen Aktenvernichter hast. Stroh passt zu Rustikalem, staubt aber.

Hände füllen geschreddertes Papier als Füllmaterial in einen Karton
Boden fingerhoch füllen und die Schicht fest andrücken.

5.Artikel anordnen

Steht der Korb frei auf einem Tisch, kommt das größte Stück in die Mitte, alles andere ordnet sich absteigend darum herum, Etiketten nach außen. Wird er übergeben oder fotografiert, ist die Schauseite besser: Hohes nach hinten, Flaches nach vorn, alle Etiketten nach vorn wie im Schaufenster. Dann genügt ein Blick, um alles zu erfassen.

Danach kommt weiteres Füllmaterial zwischen die Artikel, bis nichts mehr wackelt. Heb den Korb an und dreh ihn leicht. Verrutscht etwas, fehlt Füllung.

6.Korb verpacken

Zellophan gibt es als Bogen und als Beutel. Den Bogen legst du unter den Korb und ziehst ihn nach oben zusammen, den Beutel stülpst du darüber, gerafft wird in beiden Fällen oben mit Band. Rechne beim Bogen großzügig: dreißig Zentimeter Überstand, sonst reicht es nicht für eine ordentliche Schleife.

Schrumpffolie kommt von oben über den Korb, der Überschuss wird unten gerafft und dann mit einem Föhn von unten nach oben geschrumpft. Föhn in Bewegung halten, mindestens eine Handbreit Abstand. Das sitzt straff und braucht kein Band. Tüll dagegen sieht leicht aus, schützt aber nicht vor Feuchtigkeit, und taugt nur für Körbe, die drinnen bleiben.

Hände schlagen ein Geschenk auf einem Holztisch in Papier ein, daneben Band und Schere
Papier, Band und Schere liegen bereit, bevor der Korb zugemacht wird.

7.Karte beilegen

Hier zahlt sich der geringste Aufwand am meisten aus. Schreib nicht nur den Anlass, sondern warum der Korb so aussieht, wie er aussieht. Ein Satz genügt: dass der Wein von dem Abend im Sommer stammt, dass die Pasta aus dem Laden ist, den ihr zusammen entdeckt habt. Übergibst du selbst, bindest du die Karte außen an die Schleife. Beim Versand gehört sie nach innen, obenauf und gut sichtbar, sonst geht sie beim Auspacken im Füllmaterial verloren.

Hände halten ein verpacktes Geschenk mit Karte an der Schleife
Ein Zweig unter dem Band, die Karte kommt außen dazu.

Drei Körbe zum Nachbauen

Wenn dir das Thema fehlt, nimm eines von diesen. Die Budgets sind Richtwerte für den Inhalt, die Verpackung kommt jeweils dazu.

Italienischer Abend, rund 45 Euro

Einkaufsliste

  • 1 Flasche Rotwein, das hohe Stück für die Mitte
  • Pasta aus Bronzeform
  • 1 Glas Pesto
  • 1 kleine Flasche Olivenöl
  • Grissini
  • 1 Stück Hartkäse

Sechs Artikel, klare Höhenstaffelung, geht das ganze Jahr. Ein handgeschriebener Zettel mit deinem Nudelrezept kostet nichts und bleibt in Erinnerung.

Auszeit, rund 35 Euro

Einkaufsliste

  • 1 gute Seife
  • 1 Badezusatz
  • 1 Kerze
  • 2 Sorten Tee
  • 1 Tasse
  • 1 Schokoriegel

Halte dich an eine Farbfamilie, sonst wirkt der Korb unruhig. Bis auf die Tasse ist alles bruchsicher.

Sonntagsfrühstück, rund 40 Euro

Einkaufsliste

  • Kaffee oder Tee
  • 2 Konfitüren
  • 1 Glas Honig
  • Müsli oder Granola
  • Aufschnitt oder Käse mit ausreichender Haltbarkeit
  • 2 Eierbecher

Dieser Korb lebt vom Zeitpunkt, frische Ware gehört erst am Morgen hinein. Zum Verschicken taugt er nur bedingt, dazu gleich mehr.

Wenn der Korb verschickt werden soll

Hier trennt sich der schöne Korb vom transportfähigen. Einer, der auf dem Tisch perfekt aussieht, kommt nach zwei Tagen Paketweg oft als Durcheinander an.

Der Korb ist keine Versandverpackung. Er gehört in einen Karton, mit Polstermaterial ringsum. Ein Weidenkorb ohne Karton verliert im Paketband zuverlässig seine Form, und die Folie reißt an den Korbkanten auf.

Hände wickeln ein Paket in Packpapier, daneben Luftpolsterfolie
Für den Versand wird jedes Teil einzeln eingewickelt.

Glas ist das größte Risiko. Flaschen und Gläser gehören einzeln eingewickelt, nicht nur in Holzwolle gebettet. Öl und Honig sind doppelt heikel, weil sie nicht nur zerbrechen, sondern beim Auslaufen den ganzen Korb ruinieren. Wickel sie zusätzlich in einen Beutel.

Wärme wird unterschätzt. Schokolade übersteht einen Paketweg im Sommer nicht, auch nicht über Nacht in einem Lieferwagen. Wir verschicken hitzeempfindliche Ware im Sommer deshalb mit Kühlpacks, die in der Regel 24 bis 48 Stunden halten. Privat hat man diese Möglichkeit selten und lässt Schokolade im Sommer besser weg.

Gewicht. Ein gefüllter Korb mit einer Weinflasche liegt schnell bei vier bis sechs Kilo. Das ändert die Portoklasse und es ändert, wie fest du polstern musst, denn schwere Teile bewegen sich mit mehr Wucht. Und frische Ware, Gekühltes und alles, was schnell abläuft, gehört ohnehin nicht ins Paket. Für den Sonntagsfrühstückskorb von oben heißt das: persönlich übergeben oder Inhalt tauschen.

Ab wann Selbermachen nicht mehr aufgeht

Für einen Korb, den du selbst übergibst, ist Selbermachen fast immer die bessere Wahl. Die Rechnung kippt bei Menge. Rechne mit 45 Minuten pro Korb, sobald du eingespielt bist: bei zwanzig Körben für ein Team sind das fünfzehn Stunden, nach dem Einkauf, nach dem Schleppen und ohne Adressen, Karten und Paketscheine. Dazu findest du im Einzelhandel zwanzig Mal denselben Artikel selten vorrätig.

Genau dafür gibt es uns. Wenn mehrere Körbe an verschiedene Adressen sollen, übernehmen wir Zusammenstellung, Verpackung und Versand, auf Wunsch mit eigenem Logo und persönlicher Karte je Empfänger.

Wie das für Firmen abläuft, steht auf der Seite zum Firmenkundenservice.

Häufige Fragen

Was kostet ein selbstgemachter Geschenkkorb?

Rund 25 Euro für die Verpackung, 20 bis 80 Euro für den Inhalt. Ein solider Korb zum runden Geburtstag landet bei 50 bis 70 Euro.

Wie viele Artikel gehören in einen Geschenkkorb?

Fünf bis acht bei mittlerer Größe, in unterschiedlichen Höhen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern dass kein Artikel aus dem Thema fällt.

Kann ich einen selbstgemachten Korb verschicken?

Ja, aber nur im Karton, mit einzeln eingewickeltem Glas und ohne Frisches. Schokolade im Sommer besser weglassen. Rechne mit vier bis sechs Kilo Paketgewicht.

Wenn es diesmal schneller gehen soll

Manchmal fehlt die Zeit, oder der Korb soll noch diese Woche ankommen. Diese hier sind fertig gepackt und versandfertig, eine eigene Karte lässt sich trotzdem dazulegen.

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Geschenkkorb „Erfrischungspause“ – ohne Alkohol neu

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